
Kaum einer der unzählbaren Touristen im Jahr lässt sich während seines ersten Besuches in München die größte Attraktion Milbertshofens entgehen: den Olympiapark. Schauplatz der Olympischen Spiele im Jahre 1972 ist das Gelände angelegt worden im Hinblick auf eine spätere Nutzung als Freizeitgelände für die Münchner und dieser Plan ging voll auf, betrachtet man das bunte Treiben im Park am Wochenende. Es gibt einen Berg im Park, von dem man bei klarem Wetter einen wunderbaren Blick über die Stadt bis zu den Alpen hat, einen See, der zum Bootsfahren lockt und den 290 Meter hohen Olympiaturm, der zum Ausblick einlädt, das höchste Museum Münchens mit Unikaten aus der Rock- und Pop Geschichte beherbergt und zu so etwas wie einem Wahrzeichen Münchens geworden ist.
Aktuellste Attraktion ist das spektakuläre BMW-Auslieferungszentrum, erbaut von den Wiener Architekten der Coop Himmelb(l)au, das mit den kühnen Zeltdächern des Olympiaparks korrespondiert und Autofreunde, Fotografen und Neugierige gleichermaßen anzieht.
Zum ersten Mal erwähnt wurde Milbertshofen um 1150 als "Ilmungeshoven". Schon früh setzte die Industrialisierung in diesem Ort ein, Wohnen und Gewerbe waren gleichermaßen hier angesiedelt. Im Jahre 1913 wurde die Stadt Milbertshofen nach München eingemeindet.
In der Besiedlung wechseln sich Industrie- und Gewerbeflächen mit Mietwohnanlagen und Einfamilienhäusern ab. In den letzten Jahren ist die Lebens- und Wohnqualität in Milbertshofen deutlich gestiegen durch zahlreiche Verbesserungen der Infrastruktur und der Freizeitangebote. Der Petuelring, der die Grenze bildet zwischen Schwabing und Milbertshofen, verläuft seit einigen Jahren unter der Erde und darüber kann man jetzt in einem Park wandeln mit zahlreichen Spielplätzen, Kunstwerken und Sonnenbänken. Die Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz wurde in den letzten Jahren stetig verbessert, die U-Bahn-Linie U2 wurde verlängert und die U3 wird fortgeführt bis zum Bahnhof Moosach. So ist man schnell in der Innenstadt, beliebtes Ziel für den Einkaufsbummel ist aber auch das Olympia-Einkaufszentrum und zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte vor allem entlang der Riesenfeld- und der Knorrstraße.
Abgesehen von einigen großen Wohnsiedlungen wohnt man hauptsächlich in Einfamilienhäusern mit Gartengrundstücken, eine Beschaulichkeit, die heute viele zu schätzen wissen.
Das Olympiadorf unterscheidet sich in der Bevölkerungsstruktur vom übrigen Milbertshofen, hier wohnen überdurchschnittlich viel Beamte, Akademiker und Studenten, die, teilweise schon in der 2. Generation, die sonnigen Terrassen und das viele Grün abseits vom Autoverkehr lieben gelernt haben. Im Süden des Stadtteils liegen auch die "bessere" Wohnviertel, nach Norden hin die etwas einfacheren.
Kultur wird geboten im modern gebauten Kulturhaus Milbertshofen, dort möchte man das ehemalige Kino in der Georgenschwaigstraße wieder aufleben lassen und Künstler treffen sich. Auch das Forum2 im Olympiadorf zeigt regelmäßig aktuelle Filme. Zudem gibt es häufig Jazz-Sessions und Konzerte von namhaften Musikern und der Olympiapark ist sowieso Münchens Konzerthalle Nr. 1: OpenAir im Stadion oder in der Halle, im Sommer auf dem Tollwood oder kostenlos beim Picknick im Theatron über dem See.



