
Anfang des 19. Jahrhunderts beschloss der erste bayerische König Maximilian I. Joseph, München jenseits der engen Stadtgrenzen in Richtung Nord-Westen zu erweitern und konzipierte einen Stadtteil auf dem Reißbrett, der nach ihm "Maxvorstadt" benannt wurde. Diese "künstliche" Struktur wird in der rechtwinkligen Straßenführung großer Teile des Areals deutlich. Realisiert hat die Anlage allerdings erst König Ludwig I., ab 1825, er sorgte dann auch für die prunkvolle Ausgestaltung beispielsweise der Ludwigstraße im klassizistischen Stil. Die Maxvorstadt beherbergt zahlreiche Bildungseinrichtungen wie die Stammhäuser der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität, Institute, Bibliotheken und vieles mehr.
Allgemeinhin laufen große Teile der Maxvorstadt gern unter dem Namen "Schwabing", die bedeutendsten der historischen "Schwabinger" Kulturereignisse wie Künstlertreffs und Schriftstellerzirkel haben eigentlich in der Maxvorstadt stattgefunden. Dementsprechend einzigartig ist auch die Dichte der kulturellen und künstlerischen Einrichtungen im Viertel. Seitdem im Jahre 2002 die spektakuläre Pinakothek der Moderne im Areal neben der Alten und der Neuen Pinakothek eröffnet wurde sind sämtliche namhaften Münchner Galerien bestrebt, ihre Quartiere in Bogenhausen und der Maximilianstraße aufzugeben und sich stattdessen in der Maxvorstadt niederzulassen und entsprechend angesagt ist es auch, dort zu wohnen.
Traditionell ist die Maxvorstadt das Viertel der Studenten, jungen Akademiker und Kleinfamilien, gewohnt wird in mehr oder weniger sanierten Altbauten und in Neubauten, die seit den 60er Jahren Baulücken schließen und bis in die heutige Zeit die Besiedlung verdichten. Auch die Tendenz zu Luxusobjekten ist in letzter Zeit zu beobachten. Seitdem die Parkplätze im Viertel für Anwohner lizenziert sind, hat sich die Parksituation etwas entschärft, die Innenstadt erreicht man aber am besten je nach Lage zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln.


