
Der Ortsname "Laim" bezieht sich auf den Lehmboden, auf dem dieser Stadtteil Münchens angesiedelt ist. Es gab auch mindestens eine Lehmgrube dort, die Vorkommen aber sind weniger bedeutend wie beispielsweise in "Berg am Laim", das im Osten Münchens liegt und gern mit "Laim" verwechselt wird. Zum ersten Mal zwischen 1047 und 1053 urkundlich erwähnt, ist die Ortschaft älter als München, sie war lange Zeit rein landwirtschaftlich geprägt und verfügte über einen reichen Waldbestand.
Mit der Anlage der Eisenbahnstrecke München-Lochhausen im Jahre 1839 und dem Bau des Laimer Güterbahnhofes um 1890-92 gewann Laim Anschluss an München, Land wurde verkauft, Arbeitsplätze geschaffen und ein Strukturwandel hin zum städtischen fand statt. Zwischen 1890 und 1895 hat sich die Laimer Bevölkerung verdreifacht, bis Ende 1900 verneunfacht. Zum 1. Januar 1900 wurde Laim eingemeindet und ist seitdem ein Stadtviertel Münchens.
Rund um die St. Ulrichs Kirche ist noch etwas vom alten Ortskern von Laim erkennbar. Kulturelles Zentrum des Stadtteils bildet der Agricolaplatz mit dem Stadtteilkino "Rex", einem der ältesten Filmkunsttheater Münchens. Vor oder nach dem geistigen Genuss im Kino kann man dann im gleichen Haus im Biergarten oder der Kneipe dem leiblichen Genuss frönen.
Inzwischen ist das Viertel zum Wohnen sehr beliebt, viele Familien locken die für Münchner Verhältnisse günstigen Preise für Miet- und Eigentumswohnungen sowie für Häuser. Auch wenn Laim als Stadtteil wenig eigenes Flair hat, gibt es doch überaus reizvolle Straßenzüge, Plätze und Grünflächen, zu denen die Anwohner eine enge Beziehung hegen. Die Nähe zur Innenstadt und zum Nymphenburger Park, Westpark und zum Hirschgarten mit dem größten Biergarten der Stadt sind große Pluspunkte, für die Verkehrsanbindung an den Rest der Stadt sorgen Tram, S- und U-Bahn und Busse. Schnell ist man auch über die nahe gelegene Auffahrt auf die A95 am Starnberger See und im Voralpenland und über die A96 am Ammersee.



